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Handy-Betriebssysteme: Ein Überblick

Wer ein Handy kauft, sollte auch auf das Betriebssystem achten – was kann es leisten, wie gut ist es zu bedienen, wie viele Zusatzprogramme (die so genannten Apps) gibt es dafür auf dem Markt. Denn anders als beim heimischen PC, bei dem Microsoft noch immer eine monopolartige Stellung hält, hat man bei der mobilen Ausrüstung die Qual der Wahl.

Fasst man die Berichte deutscher und amerikanischer Tester zusammen, ergibt sich ein deutliches Bild: Das iOS-Betriebssystem von Apple - das nur auf den verschiedenen iPhones und anderen Apple-Geräten läuft - liegt  gemeinsam mit dem Google-Produkt Android, einer offenen Plattform, die auf verschiedenen Handy-Marken installiert ist, einsam an der Spitze.

Die Spitzenreiter: iOS und Android

iOS lautet mittlerweile das offizielle Kürzel für das Handy-Betriebssystem von Apple, früher hieß es iPhone OS. Für seine Spitzenwerte gibt es gibt es einen guten Grund: Da das iOS nur auf den hauseigenen iPhones von Apple eingesetzt wird, kann es optimal an die Hardware – also die einzelnen Komponenten des jeweiligen Rechners.

Als Pluspunkte des iOS gelten die sehr einfache Bedienung und das große Angebot an Zusatzprogrammen. Die Apps kosten im Schnitt etwa 2 Euro. Obwohl das Betriebssystem eher als Unterhaltungsmaschine gilt, werden ihm auch ordentliche Werte als Arbeitsgerät bescheinigt.

Als Minus gelten: Die Standardausstattung ist eher karg. Und nur Apple entscheidet, welches Zusatzprogramm auf seinen Produkten laufen darf. Während der Kunde bei den meisten anderen Betriebssystemen auch auf externe Software-Anbieter zurückgreifen kann, ist er bei Apple auf die im hauseigenen Internetladen vorhandenen Produkte angewiesen. Es sei denn man kennt einen kundigen Bastler, der die Sperre für Fremdprogramme aufhebt. Das könnte dann freilich zu Problemen bei den Garantie-Ansprüchen führen.

Offenes Betriebssystem Android

Als größter Herausforderer gilt derzeit das offene Betriebssystem Android, das auf den Handys verschiedener Hersteller läuft, derzeit auf den Marken  Acer, Garmin-Asus, General Mobile, Google, HTC, LG, Motorola, Sony Ericsson, Samsung, T-Mobile und Vodafone.

Android kommt aus dem Hause Google und gilt derzeit als gute Alternative – wenn man das Handy nicht unbedingt im beruflichen Bereich einsetzen will.  Als großes Plus ist auch hier die schnell wachsende Zahl an Zusatzprogrammen zu werten; Positiv vermerkt wird auch die einfache Bedienung.

Negativ schlägt zu Buche:  Das Betriebssystem bevorzugt von Haus aus Google-Dienste.  Das Herunterladen von Kalender und Emails aus dem PC auf das Gerät ist umständlich – wer nicht über ein Google-Konto gehen will, der wird möglicherweise auch mit dem Exchange-Programm von Microsoft nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Datenaustausch und zur Aktualisierung von Terminen und Adressen haben. Allerdings ist der genaue Funktionsumfang des Betriebssystems davon abhängig, auf welcher Marke es läuft, da lohnt genaues Nachfragen vor dem Kauf.

Autor: FN